Archiv für den Monat November 2022

Die bist, was du denkst

Die Kraft der Selbsthypnose

Als Jugendlicher neigte ich dazu, andere belehren zu wollen. Zum Beispiel, sie von der Wichtigkeit von Umweltschutz zu überzeugen. In anderen Fällen, wünschte ich mir ein bestimmtes Verhalten, zum Beispiel Unterstützung, Beistand oder Beachtung. Weil diese Dinge nicht einzufordern waren, driftete ich in Ängste, Depression und Einsamkeit ab. Doch mit der virtuellen Begegnung zu den Gedanken zweier Menschen hat sich das Leben nach und nach hin zu mehr Freiheit durch gedankliche Flexibilität gewandelt:

Überlebensmechanismen in einer Extremsituation

Viktor Emil Frankl im Jahr 1965. Bild: Prof. Dr. Franz Vesely / Viktor-Frankl-Archiv. Bereitgestellt über Wikimedia

Die erste Begegnung war mit den Gedanken Viktor Frankls: Der in Wien geborene Psychiater und Neurologe lebte von 1905 bis 1977 und hatte eine einschneidende Erfahrung: das Überleben eines NS-Konzentrationslagers. Seine Überlebensstrategie waren die Gedanken. Zum einen konnte er durch sie trotz allen einen Sinn finden. Beispielsweise hielt Frankl in seinem Kopf Vorträge. Sein Kerngedanke war: Auch wenn die Nazi-Schergen alles nehmen können – Nahrung, Schlaf, Erholung, Sicherheit usw. – jenes aber nicht: Sich zu den Dingen so oder anders zu stellen, also seine Einstellung verändern. Nach dieser einschlägigen Erfahrung gegründete Frankl die Logotherapie bzw. Existenzanalyse, dessen Kerngedanke ist Heilung durch Sinnhaftigkeit.

Hypnose heißt Selbsthypnose

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