Archiv der Kategorie: Projekte

Podcast Schnittmenge

Ich wurde auf den Podcast eines jungen Autisten aufmerksam gemacht, den ich auf diesem Wege gerne empfehlen würde. Er freut sich über neue Zuhörer*innen und eine weitere Verbreitung des Links, also gerne fleißig teilen 🙂

Schnittmenge Podcast

Hervorzuheben ist, dass er sich viele Gedanken über eine möglichst barrierearme Gestaltung seines Podcasts und der Seite macht (so gibt es beispielsweise ein Transkript der Ausgaben) und für Anregungen diesbezüglich immer offen ist.

Es geht um Autismus aber nicht nur, hört doch mal rein!

 

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Vorstellung meiner Person

Hallo, ich bin Herr Stieglitz und hiermit möchte ich mich den Lesern dieses Blogs kurz vorstellen.
Mit dem Thema Autismus bin ich bis vor kurzem überhaupt noch nicht in Berührung gekommen.

Dann begann ich meine Ausbildung und hatte plötzlich Probleme, die ich vorher nicht gekannt habe
und erst recht nicht in Worte fassen konnte.
Nach und nach verdichteten sich die Hinweise,
dass ich Autist sein könnte – sachdienliche Hinweise diesbezüglich nimmt
der Schreiber dieser Zeilen gerne entgegen (Ironie).

Dass ich etwas Besonderes und in manchen Dingen „anders“ bin, habe ich schon länger bemerkt  –
es gab und gibt Dinge, mit denen sich außer mir wohl nur wenige Menschen so intensiv beschäftigten (Radiowerbung etwa).
Dass dieses Besondere aber für ‚gewöhnliche‘ Menschen wiederum sehr interessant sein kann,
fiel mir erst in letzter Zeit besonders häufig auf
(ungefähr in dem Zeitraum, in dem das mächtige Wort mit A soviel Platz in meinem Leben eingenommen hat).
Es hilft mir zwar nicht immer (jedes Telefonat ist trotzdem eine neue Herausforderung),
aber es ist gut, zu wissen, dass man Andere auch mit solchen Dingen wie etwa Photos noch beeindrucken kann,
die man selbst als langweilig empfindet, weil man schon 20 Stück in der Art aufgenommen hat.

Soweit erstmal zu meiner Person. Ich werde hier nun öfter zu lesen sein
und wünsche noch einen schönen Tag.

Herr Stieglitz

N#MMER – Magazin rund um Autismus & AD(H)S

Auch darum soll’s hier gehen. Um Projekte von Autist*innen.
Darum will ich euch heute eines vorstellen, das sich gerade in der Startphase befindet und sich sehr über Unterstützung freuen würde.

Denise Linke aus Berlin ist selbst Autistin und arbeitet seit einer Weile an einer, wie ich finde, tollen Idee. Sie will, gemeinsam mit Anderen, ein Magazin herausbringen, das sich mit „unseren“ Themen beschäftigt. Also mit menschlichen Themen, mit allem, was uns interessiert und beschäftigt, aber aus einer Perspektive, die sonst eher nicht in Magazinen zu finden ist. Vielleicht gewährt das auch anderen Menschen einen kleinen Einblick, wie es ist, die Welt ein wenig anders wahrzunehmen. Vor allem soll das N#MMER Magazin aber von und für uns sein, deren Gehirne ein wenig anders verdrahtet sind, um es mal salopp zu formulieren. Über Anregungen zu Themen, die von Interesse sind, freut man sich dabei immer. Erscheinen soll die erste Ausgabe, wenn das nötige Geld zusammenkommt, im 3. Quartal 2014.

Auf startnext ist gerade die Finanzierungsphase mittels Crowdfunding angelaufen. Falls euch das nichts sagt: beim Crowdfunding geht es darum, dass viele Menschen (die „Crowd“) ein Projekt mit einem variabel wählbaren finanziellen Beitrag unterstützen und so eine unabhängige Finanzierung sicherstellen (der „funding“-Teil). Projekte, die sonst keine Chance hätten umgesetzt zu werden, können so von vielen Menschen gemeinsam ermöglicht werden. Je nach Höhe des Betrages gibt es für die Unterstützer*innen unterschiedliche „Dankeschöns“. Im Fall von N#MMER bekommt man für 4,50 Euro schon die erste Ausgabe des Magazins als elektronisches Exemplar für Handy/Tablet/Computer. Für 7 Euro gibt es die Print-Version noch dazu, dann gibt es noch viele weitere mögliche Beträge. Für 100 Euro zum Beispiel unterstützt ihr nicht nur ein tolles Projekt, sondern bekommt neben dem Magazin selbst auch eine Einladung zur Release-Party in Berlin. Schaut es euch einfach mal an!

Denise und ihr Team haben sogar ein Video gedreht und momentan ist sie anscheinend ganz schön damit beschäftigt Radiointerviews zu geben oder Podcasts aufzunehmen. Hier kann man sich direkt die Aufnahme der Sendung Blue Moon (Radio Fritz) anhören und erfährt mehr über Denise und ihre Gedanken zum N#MMER-Magazin.
Update: Denise hat das Magazin auch im Realitätsfilter Podcast vorgestellt. Die 49:54 Minuten lohnen sich!

Wenn ihr wollt, dass dieses Magazin wirklich entsteht und ein paar (oder mehr) Euro dafür übrig habt, dann zögert nicht und tragt dazu bei!

Anna

Das Abenteuer beginnt

Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich es am besten angehe, meine Idee von einer Autistengruppe in Nürnberg umzusetzen. Es gibt auch jetzt noch viele offene Fragen, aber ich weiß, dass ich sie nicht allein beantworten kann. Ich möchte Autland mit anderen zusammen gestalten und gemeinsam Ideen und Vorstellungen umsetzen. Es gibt so viele verschiedene Bedürfnisse, die man erst berücksichtigen kann, wenn man sie kennt.

Dennoch bin ich jetzt endlich soweit mit diesem Blog als zentrale Anlaufstelle an den Start zu gehen. Ich will versuchen hier zu dokumentieren, wie sich die Gruppengründung gestaltet, welche Aufgaben gerade anliegen und wie es vorangeht. Außerdem ist das hier ein guter Anlaufpunkt für Interessenten.

Schon jetzt hab ich Ideen für verschiedene Projekte, die man als Gruppe irgendwann umsetzen könnte. Auch davon will ich nach und nach ein wenig erzählen.

Der wichtigste nächste Schritt ist jetzt erstmal andere Autisten zu finden, die Lust haben hier mitzumachen. Es ist wahrscheinlich einfacher Interessenten zu finden, wenn man schon ein fertiges, konkretes Angebot zu machen hat. Sicher gibt es einige Menschen, die keine Zeit oder Energie dafür haben selbst am Aufbau eines solchen Projekts mitzuwirken, die aber schon interessiert wären zur Gruppe dazuzustoßen, wenn sie existiert. Auch ihr seid herzlich eingeladen euch schon jetzt zu melden. Wir alle haben andere Fähigkeiten und Möglichkeiten, das ist schon okay.

Nebenbei recherchiere ich schonmal, welche Orte eventuell als Treffpunkt (zumindest für den Anfang) in Frage kommen. Ich selbst bin zum Beispiel sehr geräuschempfindlich und könnte mich in einem Raum an einer lauten, befahrenen Straße nicht wohlfühlen. Sicher gibt es noch viele andere Aspekte zu beachten, sobald klar ist, wer noch dazugehören wird. Also ist meine Recherche zwangsläufig erstmal nur vorläufig.

Ich habe ein bisschen Angst, dass sich vielleicht überhaupt niemand meldet und ich die Einzige bin, die Interesse an dieser ganzen Sache hat. Aber ich finde nur raus, ob das stimmt, wenn ich es versuche. Und ich habe Geduld 🙂

Ich freu mich sehr über Kommentare und Mails oder auch Kontaktaufnahmen per Jabber. Die Details findet ihr oben unter „Kontakt“.

Grüße an euch,

eure Anna